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Antje Tour

Anfahrt ab Volksdorf, Rückfahrt nach Mollhagen
Eigentlich wollte ich diese Tour heute nicht fahren, da ich keinen Track im Internet gefunden hatte. Ich hatte aber bereits letzte Woche diese Permanente bezahlt (als ich mit Klaus die Pinneberg Runde gefahren bin) und die Wegebeschreibung mitgenommen, um selbst einen Track zu erstellen. Das war mir dann aber doch zu mühselig und so bin ich einfach nach Beschreibung losgefahren. Die Beschreibung war super einfach nachzufahren. Zunächst ging es an Hagenbecks Tierpark vorbei und weiter auf kleinen Sträßchen im Zickzack aus Hamburg hinaus, so dass kein Verkehr störte.

Dann ging es durch die Obstanbaugebiete und die Jahreszeit war absolut passend. Überall strahlten mich saftig rot-reife Äpfel auf niedrigen Bäumen an, und die Versuchung zu naschen war groß.
Und die schier endlos lange Fahrt am Deich war einfach meditativ; ich musste gleich mal probieren, wie eine 360° Aufnahme so wirkt; die Aufnahme wäre besser geworden, wenn ich vom Fahrrad abgestiegen wäre, statt mich mitsamt Rad um 360° zu verrenken.


Die Tour werde ich nächstes Jahr sicher wieder fahren, auch wenn die Anfahrt nicht ganz so kurz ist.

Nachlese Pyrenäenfernfahrt

Nachdem jetzt so langsam eine Besserung meines Gesundheitszustandes einsetzt und ich auf dem Krankenlager genügend Zeit hatte, über die wunderbaren Erlebnisse und Begegnungen nachzusinnen und nachzuspüren (vor allem das Fotobuch von Beat, was wirklich ne Wucht ist; mit so viel Liebe zum Detail und dem guten Augen für die Schönheiten der Landschaft), muss ich langsam daran denken, auch meine Fotos zu selektieren, zu bearbeiten und irgendwie ins Netz zu stellen.
Was mir auffiel, ist, dass die gefahrenen Pässe, die in Beats Buch so schön aufgelistet und beschrieben sind, ein meinem Bericht nicht richtig gewürdigt sind. Waren es doch die langen Anstiege und die fantastischen Pyrenäen-typischen Abfahrten, die den besonderen Reiz dieser Fernfahrt ausmachten. Ich hoffe, dass Beat damit einverstanden ist, wenn ich auch die Grafiken der Pässe in dieses Fotoalbum einbinde. An Erli vielen Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung seiner Fotos.
Hahn im Korb?

Die Bilder sind auch im Facebook veröffentlicht (wer das mag) 😉 Mein Konto dort ist facebook.com/EdeGulp

Barcelona 85km 1300HM

Diese schöne Abschlusstour musste ich leider wieder im Bus verbringen. Der morgendliche Ruhepuls war wegen des Fiebers extrem hoch und Risiko muss nicht sein.
Der Ausblick auf Barcelona von DEM Parkplatz aus war wie immer überwältigend, trotz des diesigen Wetters.

Am Columbus Denkmal bat ich Carsten, mich rauszulassen, da ich dachte, dass hier ein Gruppenfoto gemacht wird, so wie in den Vorjahren. Aber als die Truppe kam, rauschte sie einfach vorbei. Doch für einen Schnappschuss meinerseits reichte es noch.
Geduscht wurde mit Gruppentarif im Olympiacentrum, wo ich noch ein paar Bahnen schwamm. um 16:15 fuhr der Bus von hier zu Flughafen, Ankunft zu Hause um 1:00. War sehr erledigt.

Navardes 150km 1900HM

Leider hat die Erkältung ihren Tribut gefordert und ich musste die Tour bei km 60 kurz vor Berga abbrechen, da mein Puls verrückt speilte (sprunghaft hin- und her). Im Bus sitzend blutete mein Herz bei dieser herrlichen Streckenführung. Ein stetiges Auf und Ab, mehr ab und Gegenwind. Die ganze Zeit war direkt von vorne Montserrat zu sehen. Das Hotel ist sehr schön gelegen. Jedes Zimmer hat Blick auf die Klosteranlage und der Garten ist voller Lavendel; muss toll aussehen in der Blütezeit.

Nach dem Abendessen fand die Verabschiedung statt.
Von Links nach rechts:Carsten, Hans, Nancy, Bernd, Bigi, Uekli, Beat
Jeder erhielt einen von Beat liebevoll gestalteten Fotoband der Tour. Den werde ich mir erstmals im Flugzeug genau ansehen. Ich habe die Unterschriften meiner Gruppenmitglieder gesammelt.

Puigcerda 100km 2400HM

Gestern ging es bei sehr gemischtem Wetter über die Pässe Port de Pailhères (2001), Col de Hare(1471), Col de La Quilane(1713) und den Col du Calvaire (1850) nach Puigcerda. Die Temperatur schwannkte zwischen 14 und 32 Grad und prompt habe ich mir eine Erkältung zugezogen. Mal sehen, ob ich die heutige Tour durchfahren kann ( im untersten Pulsbereich;aber das habe ich an den Vortagen ja bereits geübt).
Am Col du Calvaire fuhren drei Fahrer vor mir und als ich oben am Pass niemanden warten sah, für ich rechts ab auf den Fort Romeu (1935). und als da auch keiner war, war mir klar, dass ich zurück musste. Auf den letzten Metern der Abfahrt kam mir die Gruppenleiterin Bigi entgegen. Die drei Fahrer (und der Bus) hatten einige Meter hinter der Passhöhe so gewartet, dass ich sie nicht sehen konnte. Bei der weiteren Abfahrt kamen wir an Europas größtem Sonnenofen in Odeillo vorbei, ganz schön imposant.

Da das Hotel erst um 17:00 öffnete und wir bereits um 16:00 in Puigcerda ankamen, erfrischten wir uns bei einem Panaché in einem Strassencafe. Kaum sassen wir, kam eine schöne Dusche runter. Ob die Gruppe die wir einige Ortschaften zuvor im Freien in einem Strassencafe sitzend überholten, diese Dusche noch abbekamen, ist nicht überliefert.
— davon ein Film Chen

St.Girons 115km 2100HM

115km bei 2100HM.
Heute lagen die Passe Col de Menté(1341), Portet d’Aspet(1069) und der Col de la Core (1391) an. Den Aspet bin ich im Fitness-Studio schon oft vor dem Monitor auf der Rolle gefahren, allerdings aus der anderen Richtung. Der Wiedererkennungswert war allerdings da.
Nach der Abfahrt vom Col d’Aspet gab es Nudeln satt. Hier hatten die Tour de France Organisatoren auch schon gespeist. Als wir wieder auf die Räder stiegen, spielte uns ein Trompeter von seinem entfernten Balkon aus ein Abschiedsständchen.
Der Col de la Core lag danach voll in den Wolken. Dies war der einzige Tag, an dem es erfrischend feucht war.

In St. Girons ging ich nach dem Abendessen noch durch die Altstadt, aber leider ohne Fotoapparat. Hier war ich ja schon mit Klaus auf unserer Pyrenäenrundfahrt.

Luchon de Bagnière 95km 3050HM

Heute war Ruhetag. Der Vormittag verging mit Stadtbummel, Kaffeetrinken. Mittagessen und Postkarten schreibend. Dann sollte das Abendessen kommen; Ein „Menü“! Es gab Wachtel mit spezial gestanzten Chips. Für mich als Vegetarier wurde einfach die Wachtel weggelassen (die den anderen aber auch nicht geschmeckt hatte).
Um 14:00 Uhr öffnete die Seilbahn nach der Mittagspause und brachte mich nach Superbagnière auf 1800 m hoch.

Dort verbrachte ich entspannt das Wetter / Wolkenspektakel beobachtend in einer stillstehenden Sesselbahn, wo ich mal liegend ( auch schlafend) mal sitzend, dann die Schwalben bei der Jagd nach Mücken und die Wolken bei der Jagd nach Bergen beobachtend fast 3 Stunden meinen Gedanken nachsinnen konnte. Nach der Abfahrt noch schnell ein paar Mails geschrieben und ein paar Bier getrunken, Abendessenum 19:30 bis 21:30 und das war’s schon wieder für heute.

Königsetappe:Tourmalet, Aspin, Peyresoudre


Wieder bis 38 Grad und das auf der Königsetappe: knapp 100 km bei 3000hm.
Nach dem Tourmalet kam der Col d’Aspin mit 1480 und danach der Col de. Peyresourde. Alles traumhafte Abfahrten bei diesem Königswetter.
Auf dem Peyresourde gab es Crepes satt : 12 Stück für 4,50. Da kann man nicht meckern. Ach ja, die Tour ging von Luz St.Sauveur nach Bagnère de Luchon hier haben wir morgen unseren verdienten Pausentag. Es soll ein Thermalbad geben und das werde ich sicher ausnutzen, um die müden Knochen für die zweite Hälfte wieder auf Vordermann zu bringen.

 

LuzSt.Sauveur: Marie Blanque 106km 2400HM

Heute am Sonntag war wieder ein fast unerträglich heisser Tag. Lange Zeit ab Mittag bis zu 38Grad, aber besser, als im Regen die langen Abfahrten runterfahren zu müssen.

Der Marie Blanque, gleich am Vormittag hatte es in sich Steigungen bis zu 13%. Man sagte uns, dass da viele absteigen müssen. Ich hatte ein 25er Ritzel mit 30er Kettenblatt (3-fach) drauf und bin absolut ruhig im GA2 hochgeradelt. Bis mich ein Kollege überholend darauf hinwies, dass ich ja noch ein Ritzel in Reserve habe.
Der Col de Aubisque zog sich zwar länger hin, war aber nicht so steil. Oben auf 1703 m eine fantastische Aussicht bei Salat genossen. Die dort stur stehenden Wildpferde liessen sich durch nichts beeindrucken. Nur eine von mir angebotene Dattel wurde mit solcher Begierde angenommen, dass fast ein Finger daran glauben musste.
IMG_1415[1]Die Abfahrt wollte nicht enden und ich musste zwecks Fotos einig Male anhalten, was mir einen strengen Blick unseres Schlussmanns Ralph einbrachte. Nach einer kurzen Tunnelfahrt sah ich, dass unsere Gruppe weit auseinandergezogen sich bereits auf dem nächsten Anstieg zum Col du Soulor befand. mein Bummeln machte ich wieder wett und spurtete an fast allen vorbei, die ersten beiden konnte ich aber nicht mehr überholen.
Abfahrt bis auf 460 m und danach ein nicht endend wollender Ansteig 16km nach Luz de Sauveur.710m